Samstag, Januar 26, 2008
Rameswaram (Tamil Film 2007)
Cast: Jeeva, Bhavana, Lal, Bose Venkat, Manivannan
Musik: Niru
Regie: Selvam
Inhalt:
Eine Gruppe von Flüchtlingen aus Sri Lanka landen in Rameswaram (Indien Tamil Nadu). Darunter auch Jeevan (Jeeva) und sein Großvater (Manivannan). Im Gegensatz zu seinen Großvater haben Jeevan und seine Freunde große Sehnsucht nach ihrem Heimatland. Vasanthi (Bhavana) Tochter aus reichem Hause im Rameswaram verliebt sich in Jeevan. Jeevan ist zwar sehr angetan von ihr, hat es jedoch schwer im angesichts seiner Lage die Liebe zu akzeptieren. Auch der Vater (Lal) von Vasanthi ist mit dieser Beziehung alles andere als Einsichtig.
Sri Lankische Flüchtlinge ist natürlich ein Thema, dass mich auch persönlich sehr interessiert. Ich bin irgendwie selber einer gewesen. Genauso wird es am Anfang kurz aber Eindrucksvoll dargestellt in welche Länder Tamilen aus Sri Lanka geflohen sind (Kanada, England, Frankreich, Deutschland, Schweiz usw.) und natürlich auch in das nächstgelegen Land nach Indien besser gesagt nach Rameswaram. Es sollen 1 Millionen Tamilen außerhalb Sri Lankas im Ausland leben. Angesichts der Tatsache, dass es nur etwa 3 Millionen Sri Lanka Tamilen gibt, ist das enorm.
Naja soviel zu den Hindergrund Informationen. Wieder zum Film. Es gibt so viel ich weiß nur drei indische Filme die sich mit dem Thema Sri Lanka Tamilen beschäftigen: Thenali (mit Kamal Hasan), Kannathil Muthamittaal und jetzt dieser hier. Von all den Filmen wurde nur Kannathil Muthamittaal dem Thema gerecht. Leider hat Rameswaran das weit verfehlt. Am Anfang gab es viele Punkte, die diesbezüglich interessant waren. Die Sehnsucht nach der Heimat, den Selbstachtung den jeder für sich verwahren wollte und das Leid als Flüchtling usw.. Aber es hat einiges gefehlt. Vielleicht so was wie eine persönliche Geschichte aus Sri Lanka sei es eine schöne oder eine schlechte. Man kann nur erahnen, was die Leute durchmachen, aber nicht mitfühlen (nicht mal als Sri Lankerin). Das ist aber nicht was mich gestört hat, sondern diese 08/15 Liebesgeschichte mit einem 08/15 Ende war sehr unpassend. Dafür hätte man dieses Thema nicht anpacken müssen. Es ist zwar nicht abwegig, dass sich ein Flüchtling verliebt… nein es ist sogar sehr wahrscheinlich, aber das ist nicht, dass mich interessiert hätte. Das Ende wurde dementsprechend vorausehrbar im Standart-Alleingang-Hero-Spektakel präsentiert… Schade, dabei waren nur Jeeva und Bhavana genießbar. Der SL-Dialekt wurde nur, wenn überhaupt von den Nebendarstelleren gesprochen. Jeeva und einige andere wichtige Darsteller haben so ziemlich normal das indische Tamil gesprochen. Meiner Meinung nach zum Glück, ich habe nämlich keinen Indischen Darsteller erlebt, der das richtig hinbekommen hätte.
Fazit: ich habe mich aber schon gut unterhalten mehr als in einen anderen 08/15 Film dieses Kalibers, allein wegen Jeeva und dem Sri Lanka Hintergrundgeschichte. Aber leider ist es zu sehr in den Hindergrund geraten.
Die Lieder sind sehr anhörlich, besonders dieser hier (Allaigal Ossaigal):
http://youtube.com/watch?v=BqVxXIobyYo
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